SCHWERE ARBEIT
Zeichnungen
Künstler*innen Vereinigung Tirol, Neue Galerie, Innsbruck, 2025 / © Daniel Jarosch
Künstler*innen Vereinigung Tirol, Neue Galerie, Innsbruck, 2025 / © Daniel Jarosch
Künstler*innen Vereinigung Tirol, Neue Galerie, Innsbruck, 2025 / © fotostudio west
Künstler*innen Vereinigung Tirol, Neue Galerie, Innsbruck, 2025 / © Daniel Jarosch
Kunstraum Pro Arte, Hallein / © Rudolf Strobl
Kunstraum Pro Arte, Hallein / © Rudolf Strobl
Kunstraum Pro Arte, Hallein / © Rudolf Strobl
Kunstraum Pro Arte, Hallein / © Rudolf Strobl
Kunstraum Pro Arte, Hallein / © Rudolf Strobl
Legende
3 Zeichnungen, 70 x 100 cm, Pigmentliner
2 Zeichnungen, 50 x 70 cm, Pigmentliner
Arbeitszeitprotokoll, Künstlerinnenbuch, 126 Seiten, Format 16,4 x 22,8 cm
8 Blätter der einzelnen Arbeitszeiteitaufzeichnungen, je A4, Druck und Farbstift
2025


Mit den Zeichnungen SCHWERE ARBEIT erforsche ich unterschiedliche Prozesse des künstlerischen Arbeitens an sich. Ausgangspunkt war mein Video IM AKKORD, in dem ich nach den Körperbewegungen meiner Mutter während ihrer langjährigen Fabriksarbeit fragte. Wie lässt sich die im Akkord verrichtete Lohnarbeit – sichtbar in der Körpererinnerung ihrer Hände – meiner kreativen Arbeit gegenüberstellen? Das thematisiere ich mit dem Arbeitszeitprotokoll, das – ähnlich wie Stempelkarten – die für die Zeichnungen notwendigen Aufgaben und Arbeitsstunden aufzeichnet. Darauf bezieht sich auch der Titel SCHWERE ARBEIT, der zugleich humoristisch und realistisch die Lohn- und künstlerische Arbeit eng führt. Die einzelnen Blätter nehmen Bezug auf Texte, Bilder und Songs, die sich mit Klassismus auseinandersetzen und wichtige Referenzen in meiner künstlerischen Praxis sind. So verweist der Titel "Die feinen Unterschiede" auf Pierre Bourdieu, "If you want my future, forget my past" zitiert eine Text-zeile der Spice Girls, und "Working Class Daughter" (refuse to surrender) nimmt Bezug auf das Buch mit gleichnamigem Titel, sowie auf meine eigene Herkunftsgeschichte. Der Werkzyklus fragt nach der Sichtbarkeit von Arbeit, verweist jedoch zugleich auf die (Un)Vergleichbarkeit unterschiedlicher Arbeitssysteme.